Unsere pädagogische Konzeption
Hinweis: Die pädagogische Konzeption wird zur Zeit überarbeitet.
- Pädagogischer Arbeitsstil
- unsere Rollen
- Umsetzung unseres pädagogischen Ansatzes
- Miteinander
- Mögliche Angebote
- Feste und Feiern
Vorwort
Eure Kinder sind nicht Eure Kinder
Sie sind Söhne und Töchter
der Sehnsucht des Lebens
nach sich selbst
Sie kommen durch Euch
aber nicht von Euch
und obwohl sie mit Euch sind
gehören sie Euch doch nicht
Ihr dürft ihnen Eure Liebe geben
aber nicht Eure Gedanken
denn sie haben ihre eigenen Gedanken
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben
aber nicht ihren Seelen
denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen
das ihr nicht zu betreten vermögt
selbst nicht in euren Träumen.
Khalil Gibran
Liebe Eltern, liebe Interessierte, liebe Leser,
vor Ihnen liegt die neu überarbeitete Fassung der Konzeption des Roda-Kindertreffs. Gerade in der momentanen Diskussion um Bildung und Erziehung war es uns wichtig, unser Profil zu überarbeiten, zu überdenken und deutlich zu machen.
Das Team hat sich ein Jahr lang intensiv mit der Frage beschäftigt: „Was brauchen Kinder“. Herausgekommen ist eine große Bandbreite und Vielfalt, mit der in unserem Haus gelebt und gearbeitet wird. Bei uns findet man viele Aspekte aus den verschiedenen pädagogischen Ansätzen.
In dieser Konzeption soll deutlich gemacht werden, was unsere tägliche Arbeit mit dem Kind auszeichnet und ausmacht und was wir als Qualität bezeichnen. Wir sehen sie als Visitenkarte der Einrichtung.
Interessant sicher für all jene, die für ihr Kind einen Kindergartenplatz suchen, der auf die Bedürfnisse der Familie zugeschnitten ist, interessant für Kollegen und lesenswert sicher auch für alle Menschen, die sich für Kinder und deren Bedürfnisse stark machen.
Wir wünschen allen viel Spaß, vielleicht neue Blickwinkel und Erkenntnisse beim Lesen unserer Konzeption.
Sollten Fragen offen bleiben oder Neugier geweckt werden, so genügt ein kurzer Anruf oder ein Blick in das Internet. Wir sind ein offenes Haus und freuen uns über jeden, der sich unsere Einrichtung einmal anschauen möchte.
Das Roda-Team
Pädagogischer Arbeitsstil
Unsere Einrichtung arbeitet sehr individuell und familienbezogen und praktiziert den partnerschaftlich-demokratischen Arbeitsstil.
In erster Linie steht die Individualität eines jeden Kindes und seiner Familie im Vordergrund unserer Arbeit. Wir möchten jeden „dort abholen, wo er steht“, dies heißt für uns konkret, dass wir jedes Kind genau beobachten, um festzustellen, wo Neigungen, Stärken und Vorlieben vorhanden sind, um diese dann auszubauen. Wir setzen dort an, dass jedes Kind Fähigkeiten besitzt, die außergewöhnlich sind und die es lohnt zu festigen und zu erweitern.
„Dein Kind sei so frei es immer kann.
Lass es gehen und hören,
finden und fallen, aufstehen und irren.“
Johann Heinrich Pestalozzi
Daher lässt sich auch ableiten warum wir bei gestalterischen Angeboten keine Schablonenarbeiten anfertigen, sondern die Kreativität der Kinder gefragt ist.
Wir möchten die Kinder zu selbstbewussten, selbstsicheren Menschen erziehen, die sich ihrer Individualität bewusst sind und auch zu ihren Schwächen stehen können.
Deshalb gehört es bei uns auch zum Tagesablauf, dass wir Kindern helfend zur Seite stehen um ihren Alltag selbstständig zu bewerkstelligen, dazu gehört z.B. Jacke anziehen, Teller spülen, Frühstück zubereiten, Konflikte lösen.
„Hilf mir, es selbst zu tun.“
Maria Montessori
Wir sind ein großes Haus mit 90 Kindern, die in vier Gruppen aufgeteilt sind. Dieser Gruppenverband ist uns wichtig, denn er stellt für die Kinder, gerade in der Anfangszeit, einen sicheren Rahmen dar. Die Kinder haben zwei feste Bezugspersonen und sind mit 21-22 anderen Kindern Teil dieser Gruppe. Im Gruppenalltag werden die Kinder genau beobachtet, um festzustellen, für was die Kinder sich momentan interessieren. Hieraus können dann auch Projekte entstehen. So kann es z.B. sein, dass ein Kind in der Gruppe ein Haustier bekommen hat und dies bei den Kindern Gesprächsthema wird. Dies wird dann von unseren Erzieherinnen aufgegriffen und es wird gemeinsam mit den Kindern überlegt, was man so in den nächsten Wochen zu dem Thema passend machen kann, wie z.B. Spiele, Lieder, Ausflüge.
Über das jeweilige Projekt findet ihr immer ausreichend Informationen an den Gruppenpinnwänden, hier werden euch Ziele eines Projektes erläutert, ihr findet Liedtexte, Fotos usw.
Für die Kinder gibt es die Möglichkeit, sich nach Absprache mit den Erziehern in verschiedenen Spielbereichen im Haus aufzuhalten, wie z.B. im Turnraum, im Werkraum, in der Halle mit verschiedenen Spielbereichen oder in einer anderen Gruppe.
Dies ist für die Kinder wichtig, denn so lernen sie ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und sich auch mal aus ihrer gewohnten Umgebung loszulösen und Kontakte zu anderen Kindern aus Nachbargruppen zu knüpfen.
Ganz groß wird bei uns die Naturverbundenheit geschrieben, dies beginnt damit, dass wir spielzeugreduziert arbeiten und Naturmaterialien (Rinde, Tannenzapfen, Muscheln...) als Spiel-und Bastelmaterial nutzen. Wir halten uns bei jedem Wetter auch draußen auf und erkunden unser Umfeld. Zudem möchten wir Kindern Umweltbewusstsein vermitteln und ihnen aufzeigen, wie sie Natur schützen und erhalten können. 
Vielen Eltern und Besuchern im Roda-Kindertreff fällt die angenehme Atmosphäre positiv auf, wir gehen offen und tolerant miteinander um und auf unsere Mitmenschen zu. Wir wollen ein Miteinander gestalten, in dem sich jeder wohlfühlen und seine Wünsche und Vorstellungen miteinbringen kann.
Da wir eine Elterninitiative sind, steht und fällt unsere Arbeit auch mit dem Engagement der Eltern.
Sie werden bei uns sehr stark in die Arbeit miteinbezogen, sei es bei anfallenden Arbeiten im Haus oder in den verschiedenen Gremien.
Durch die Arbeiten, die bei uns Eltern erledigen, haben die Erzieher mehr Zeit für die Kinder.
Doch dies ist nicht der einzige Punkt, warum wir Elternmitarbeit als sinnvoll erachten.
Durch das gemeinsame „Instandhalten“ entsteht ein Zugehörigkeitsgefühl und es lassen sich in ungezwungener Atmosphäre (so z.B. beim Gartentag) Kontakte knüpfen.
Vieles haben wir in diesem Punkt angerissen, vieles sicher auch nicht erwähnt, einen richtigen Eindruck unserer Arbeit, kann man sich am Besten verschaffen, wenn man mal einen Tag „reinschnuppert“- und dazu laden wir Jeden gerne ein.
Unsere Rollen
Bild des Kindes
Wie ein Baum starke Wurzeln zum Wachsen braucht, so hat das Kind Grundbedürfnisse, die wir erkennen und stärken wollen.
Wir möchten dem Kind eine positive Entwicklung ermöglichen, damit es zu seiner besonderen Persönlichkeit heranreifen kann.
So wie jeder Baum eine individuelle Rinde hat, ist auch jedes Kind einzigartig. Für seine Charaktereigenschaften und Begabungen soll das Kind im Kindergarten Resonanz erfahren und damit umgehen können.
Aus vielen Bäumen wird ein Wald. Im Kindergarten erfährt das Kind einerseits, dass es wichtiger Bestandteil einer Gruppe ist, andererseits, dass die anderen Kinder genauso wichtig sind wie es selbst. Das Zusammenspiel zwischen Gruppe und Einzelnem führt zu wichtigen Erkenntnissen beim Kind, (z.B. Toleranz, Akzeptanz, Regeln sind nötig...), die es zu einem sozialen Wesen reifen lassen.
Kinder sind uns wichtig
Bild des Erziehers
Unser größtes Ziel ist es gemeinsam mit Eltern, Kindern und Kollegen eine wunderschöne, spannende und hoffentlich unvergessliche Kindergartenzeit für alle zu erleben.
In unserer Einrichtung arbeiten zur Zeit zehn staatlich geprüfte und anerkannte Erzieherinnen. Eine hohe Fachlichkeit und die damit verbundene Fachkompetenz prägen unsere Einrichtung. Uns ist es wichtig, eine harmonische Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder, Eltern und alle Kollegen gleichermaßen wohl fühlen.
Um dies zu erreichen bieten wir unseren Kindern und Eltern breitgefächerte Möglichkeiten an. Wir sehen uns selbst weniger als „Freizeitanimateure“, sondern vielmehr als Ansprechpartner, Wegbegleiter und Beobachter.
Der Kindergartenalltag ist geprägt von verschiedenen Möglichkeiten und Angeboten, die die Kinder ganz individuell und je nach Interesse nutzen können.
Wir möchten den Kindern dadurch die Chance geben, ihre eigenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen zu erfahren und kennen zu lernen.
In dieser wichtigen Entwicklungsphase, möchten wir Begleiter und Berater der Kinder sein, ohne sie jedoch einzuengen (Hilf mir, es selbst zu tun - nach Maria Montessori).
Wir beobachten die Gruppe, sowie jedes einzelne Kind sehr genau, dies ermöglicht uns mit den Kindern gemeinsam Projekte zu gestalten, in denen die Bedürfnisse der Kinder Raum finden und die Neugier und Motivation der Kinder geweckt wird.
Wir möchten die Kindergartenzeit mit den Kindern nutzen, um sie auf ihre unmittelbare Umwelt aufmerksam und sie für die Zukunft stark zu machen.
„Kinder sind keine Fässer, die gefüllt werden müssen,
sondern Feuer, die man entzünden sollte.“
Autor unbekannt
Bild der Eltern
Wir sind eine Elterninitiative, das bedeutet, dass die Eltern sehr stark in unsere Arbeit eingebunden sind. Jeder hat die Möglichkeit, mit seinen individuellen Fähigkeiten den Kindergartenalltag zu bereichern.
Hierzu zählt die ehrenamtliche Tätigkeit des Vorstandes, engagierte Arbeit des Elternrates und Mithilfe aller Eltern durch festgelegte Arbeitsgruppen.
Durch diese gemeinschaftliche Zusammenarbeit wird der Kontakt der Eltern untereinander intensiviert. Es besteht außerdem die Möglichkeit sich außerhalb der Einrichtung zu treffen, z. B. zu einem gemütlichen Abend oder einem Elternfrühstück.
Die Eltern sind ein wichtiger Teil des Roda-Kindertreff´s, dies zeichnet sich auch durch eine große Offenheit im Haus während der Bring- und Abholphase aus. Hier besteht die Gelegenheit zu einem kurzen Austausch der Eltern untereinander oder mit den Erzieherinnen.
Für uns ist es wichtig, dass die Erziehung zu Hause und im Kindergarten eine Einheit bildet, deshalb liegt uns der ständige Austausch über die Kinder sehr am Herzen. Intensive pädagogische Gespräche finden nach Terminabsprache statt, mindestens einmal im Jahr bieten wir für jede Familie ein Entwicklungsgespräch an. Diese Zusammenarbeit mit den Eltern spiegelt sich auch im Miteinander von Team, Vorstand und Elternrat wieder.
Unser Kindergarten kann nur durch die intensive Mitarbeit der Eltern bestehen.
„Kinder achten mehr darauf, was Eltern tun, als was sie sagen.“
Sprichwort
Umsetzung unseres pädagogischen Ansatzes
Ein sehr wichtiger Punkt unseres pädagogischen Ansatzes ist die Förderung der einzelnen Kinder in vielen unterschiedlichen Bereichen.
Förderung findet bei uns statt im
| - | kognitiven Bereich: |
| - | sozialen Bereich: |
| - | emotionalen Bereich: |
| - | sprachlichen Bereich: |
| - | motorischen Bereich: |
Ein anderer wichtiger Punkt in unserer Arbeit ist das Freispiel.
Freispiel bedeutet, dass die Kinder sich innerhalb der ihnen bekannten Grenzen frei bewegen können. Sie können selbst entscheiden, was sie tun (z. B. spielen, zuschauen, ausruhen, basteln, malen, kneten, ...), mit wem sie spielen (Spielpartner, alleine), wo sie spielen (Puppenecke, Verkleidungsecke, Bauecke, Spielteppich, Kuschelecke, Flur, Turnraum, ...), womit sie spielen (Lego, Bauklötze, Bilderbücher, Bastelmaterial, Tischspiele, ...) und wie lange sie spielen.
Spielmaterial
Mit vielen verschiedenen Materialien machen Kinder ihre eigenen Erfahrungen. Sie lernen Materialqualitäten kennen, üben spielerisch Fähigkeiten und Regeln, erfahren ihre Stärken, lernen mit ihren Schwächen umzugehen, bringen ihre Fantasie und Kreativität zum Ausdruck (z. B. im Umgang mit unserem breit gefächerten Angebot an wertfreiem und Naturmaterial – so kann aus einigen Toilettenpapierrollen schnell eine Ritterrüstung werden – oder beim Spielen in der Verkleidungs- oder Puppenecke). 
Da unsere Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sind, ist es wichtig, Material für alle Altersgruppen anzubieten. Manches Material entspricht eher dem Entwicklungsstand eines Dreijährigen, manches eher dem eines Sechsjährigen, so dass jede Altersgruppe angesprochen wird und Spaß am Spielen hat. Manches Spielzeug spricht aber auch alle Altersstufen an, z. B. Bauklötze. Während ein dreijähriges Kind einen Turm mit vier Bauklötzen voller Stolz vollbringt, bauen größere Kinder wunderschöne Landschaften.
Uns liegt es besonders am Herzen, dass die Kinder nach ihren eigenen Vorstellungen spielen und gestalten können. Sie können Dinge umfunktionieren, ihre eigene Fantasie einsetzen ohne von uns Erwachsenen „berichtigt“ zu werden. So wird ein Bauklotz schnell zu einer Gitarre oder ein Memory-Spiel zu Eintrittskarten für eine Zirkusvorstellung.
Raumgestaltung
Die Gestaltung eines Raumes erachten wir als einen weiteren wesentlichen Aspekt, kindlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Um Kindern „Natur“ begreiflich zu machen und um den Kindern ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit zu vermitteln sind unsere Gruppenräume mit vielfältigen Elementen aus der Natur ausgestattet, die teilweise auch an die Jahreszeiten angepasst werden:
- Holzmöbel
- Holzspielzeug
- Pflanzen
- Körbe mit Stöcken, Muscheln, Kastanien u.a. als Spiel- und Bastelmaterialien
- Dekorationen aus Naturmaterialien
Trennwände, leicht bewegliche Möbel, die als Raumteiler genutzt werden können, sowie die Empore in jedem Gruppenraum, bieten Kindern und Erzieherinnen vielfältige Aufteilungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der „eigenen“ Räume. Hierdurch sollen die Kinder zu verschiedenen Aktivitäten motiviert werden. In „ihren“ Puppen- und Bauecken sowie Tobe - und Kuschelecken können die Kinder sich auf verschiedene Rollenspiele (z.B. Mutter-Vater-Kind, Berufe) einlassen, sie können ihrem Wunsch nach Bewegung oder Ruhe und Rückzug nachkommen.
Tücher, Kerzen, Fenster-und Wanddekorationen, Bilder usw. vermitteln den einzelnen Räume weitere individuelle Facetten.
Naturverbundenheit
Viele Kinder haben selten Gelegenheit die Natur bewusst zu erleben. Ihr Kontakt mit der Natur besteht oft aus zweiter Hand, wie zum Beispiel durch das Fernsehen und durch Bücher. Dabei ist uns in der Erziehung der Kinder wichtig, dass sie die Natur direkt und mit allen Sinnen erleben können.
Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Naturbegegnung nicht nur als Einzelerlebnis zu vermitteln, sondern auch durch die besondere Beschaffenheit unserer Einrichtung, das Kind eine harmonische Naturatmosphäre spüren zu lassen.
So haben wir bewusst die Gruppennamen mit einem Bezug zur Natur ausgewählt:
„Knud“ ist ein Umweltmännchen, das sich in der Natur herumtreibt und dort viele interessante Dinge entdeckt.
„Quips“ ist ein Wassertropfen, der Späße im Wasserkreislauf macht.
Der „Wurzelzwerg“ strolcht im Wald herum und die „Windgeister“
spuken durch die Lüfte.
Durch die regelmäßige Begegnung mit diesen Maskottchen, identifizieren sich die Kinder mit ihnen und entwickeln allmählich ein Wir-Gefühl in ihrer Gruppe.
Unser Außengelände ist so angelegt, dass unsere Kinder Lebens- und Wachstumsprozesse wahrnehmen und persönliche Beziehungen zu Pflanzen, Tieren und anderen Naturelementen entwickeln können. Unser Spielgelände ermöglicht den Kindern vielerlei sinnliche Wahrnehmungsmöglichkeiten.
Beispiele:
Die Matschanlage gibt ihnen einen direkten Kontakt zur Erde und zur Feuchtigkeit.
Baumrinden können ertastet werden.
Blätter werden gesammelt, betrachtet, gerochen und gefühlt.
Kinder können sich hinter Sträuchern und Bäumen verstecken und in eine Fantasiewelt eintauchen.

Viele unserer Aktivitäten bringen die Kinder mit der Natur in Berührung. So basteln und werken die Kinder mit Holz in unserem Werkraum. Ebenfalls wird häufig getöpfert und damit die Feinmotorik und Kreativität gefördert. Um die Umwelt vor Verschmutzung zu bewahren, erkennen sie, durch entsprechende Projekte unterstützt, wie man Müll vermeidet und sinnvoll entsorgt.
Durch die günstige Lage unserer Einrichtung können wir Waldspaziergänge durchführen. Dabei kommt es oft vor, dass viele Kinder anfangen die Natur zu erkunden, zu hinterfragen. Dabei sammeln sie Kastanien, Blätter, Stöcke, Steine; pflücken Gänseblümchen etc. je nach Jahreszeit.
Im Herbst lernen sie essbare Waldfrüchte zu pflücken, zu schmecken und zu riechen. Am Weiher beobachten sie Enten, Spinnen und andere Tiere, sie hören den Wind wehen, lauschen den Vogelstimmen und vieles mehr.
Kinder, die so vielseitig den Wert der Natur kennen gelernt haben werden hierfür sensibilisiert und sind schließlich auch bereit, Verantwortung für den Schutz der Natur zu übernehmen.
„Man kann ohne Liebe Holz spalten und ohne Liebe Ziegel formen;
aber ohne Liebe darf man nicht mit Kindern umgehen.“
Leo N. Tolstoi
Miteinander
Miteinander machen wir an einen Kindergartentag so viel:
Lernen |
Leben |
||
Ins Gespräch kommen |
Neues ausprobieren |
||
Feiern |
Tanzen |
||
Planen |
Lachen |
||
Erleben wir den Tag |
Entscheiden |
||
Spielen |
Streiten und Versöhnen |
||
Entdecken wir die Welt |
...und noch viel mehr.
Miteinander bedeutet in unserem Haus vor allem auch ein gleichberechtigtes Miteinander.
Wir versuchen uns in unserer täglichen Arbeit immer wieder mit den Bedürfnissen der Kinder, Eltern und Erzieher auseinander zu setzen und so eine Atmosphäre zu schaffen in der sich jeder wohlfühlen kann.
Da hier jeden Tag so ca. 250 Menschen aufeinander treffen ist es auch wichtig wie wir miteinander umgehen:
-Offen
-Respektvoll
-Verständnissvoll
-Tolerant
-Ehrlich
-Mitfühlend
-Regeln akzeptieren.
In so einer großen Einrichtung ist es besonders wichtig sich diese „Spielregeln“ immer mal wieder deutlich zu machen, damit unsere Alltag mit den Kindern so schön und harmonisch bleibt.
Zum Miteinander im Roda-Kindertreff gehört auch das miteinander Arbeiten, dies ist bei uns in vielen Bereichen möglich und auch nötig.
Ihr als Eltern seid bei uns in vielen verschiedenen Bereichen gefordert:
-als Erziehungspartner im Austausch mit den Erziehern
-als Elternrat und Vorstand
-als Hilfen z.B. bei Gartenarbeiten, beim Einkauf, bei der Kinderbetreuung, bei
Ausflügen
-als Unterstützung bei Festen und Feiern
In diesem Sinne:
Karl Jaspers
„Wer miteinander lachen kann, der kann auch miteinander leben.“
Autor unbekannt
„Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.“
Autor unbekannt
Mögliche Angebote
Die Angebote in den einzelnen Gruppen finden hauptsächlich am Vormittag statt. An den Gruppenpinnwänden kann immer verfolgt werden, welches Projekt oder welche Aktivität gerade stattfindet.
Am Nachmittag finden unterschiedliche, gruppenübergreifende Angebote statt, die rechtzeitig an der allgemeinen Pinnwand bekanntgegeben werden.
Wir bieten in unserer Einrichtung verschiedene, vielfältige Aktivitäten für Kinder an, die dem Lebensfeld der Kinder immer wieder angepasst werden. Diese Angebote sollen alle Sinne ansprechen und aus verschiedenen Themenbereichen kommen.
So bieten wir z.B. im Moment folgende Dinge im Nachmittagsbereich an:
Verschiedene Montags-Projekte über mehrere Wochen |
Im Januar jeden Jahres beginnt der „Riesentreff“ für unsere Vorschulkinder, der bis zum Eintritt in die Schule fortgeführt wird.
Da diese Zeit für alle Kinder eine ganz besondere ist, versuchen wir sie so interessant und attraktiv wie möglich zu gestalten. In diesem Rahmen findet auch Englisch für die Vorschulkinder statt.
Durch spezielle Themen wie z.B. Kunst, Verkehrserziehung und Berufe unterstützen wir die Kinder auf ihrem Weg in einen neuen Lebensabschnitt.
Feste und Feiern
In unserem Kindergartenjahr gibt es unzählige Möglichkeiten Feste zu feiern.
Für uns bedeutet miteinander zu feiern vor allem einander kennen zu lernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und mal fernab vom Alltag all die schönen Dinge des Lebens zu genießen.
Feste sind bei uns nicht immer gleich: mal sind sie groß oder klein,
mal laut oder leise, mal festlich oder locker........Gelegenheiten gibt es genug.
Wir versuchen auch jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt zu setzen, so feiern wir z.B. nicht jedes Jahr die gleichen Feste in derselben Weise.
Wir möchten den Kindern in ihrer Zeit im Roda-Kindertreff aufzeigen, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt zu feiern.
Traditionelle Feste (wie z.B. St. Martin, Ostern, Nikolaus, Weihnachten....) werden in unserem Kindergarten gefeiert und besprochen.
Hierbei versuchen wir auch auf unterschiedliche traditionelle Hintergründe einzugehen, da wir zahlreiche Kinder anderer Nationalitäten und Glaubensrichtungen betreuen.
Auch diesen Gesichtspunkt möchten wir bei unserer Festgestaltung miteinbeziehen, da die Kinder das Kulturgut anderer Völker oft nicht kennen. So haben wir z.B. im Sommer 2002 ein großes multikulturelles Sommerfest gefeiert, das allen noch in lebhafter Erinnerung ist .
Wichtiger Aspekt jedes Festes ist für uns der Kontakt zu Eltern und Kindern und das Miteinander.
Die Feste werden gemeinsam mit den Eltern, Vorstand und Team geplant, dabei ist es wichtig, dass es so ausgewählt wird, das alle an dem Fest Freude haben. Es gibt sowohl Aktivitäten für Kinder, als auch für die Eltern.
Der eigene Geburtstag ist für die meisten Kinder der wichtigste Tag im Jahr. Die Kinder freuen sich schon lange vorher auf die Feier im Kindergarten und überlegen gemeinsam mit den Eltern und Erziehern, wie sie den Tag gestalten.
So könnte eine solche Geburtstagsfeier aussehen:
| - | das Kind darf sich aussuchen, was es zu essen mitbringen möchte, z.B. Frühstück, Kuchen, Eis, Pudding, Quark |
| - | wenn das Kind morgens in den Kindergarten kommt, gratulieren ihm die Erzieherinnen und Kinder |
| - | es darf sich eine Geburtstagskappe aussuchen, damit jeder direkt erkennt, dass es an diesem Tag die Hauptperson ist |
| - | der Tisch wird gemeinsam gedeckt und dekoriert, so wie das Kind es möchte; Kerzen werden entsprechend des Alters aufgestellt; |
| - | es darf sich zwei Ehrengäste aussuchen, die es herein holen und die neben dem Geburtstagskind sitzen dürfen |
| - | gemeinsam wird gesungen, gegessen und erzählt, was das Geburtstagskind geschenkt bekommen hat, wen es eingeladen hat und wie es feiert |
| - | anschließend darf das Kind entscheiden, wie es den restlichen Vormittag verbringen möchte, wie z. B. bei einem Stuhlkreis mit Spielen, tanzen im Turnraum, Musik machen, spazieren gehen, eine Geschichte vorlesen |
Dabei geht es nicht um „Haben“, sondern um „Sein“. Uns ist es wichtig, dass das Kind mit Spaß und Freude frei entscheiden kann, was es machen möchte.
Schlusswort
Diese Konzeption wurde unter Zusammenarbeit von Teammitgliedern, Leitung, Eltern und Vorstand erstellt.
Über mehrere Monate hinweg haben wir uns zusammengesetzt, Gedanken ausgetauscht, Ideen gesammelt diskutiert, besprochen und viele neue Erkenntnisse gewonnen.
Dabei haben wir uns verstärkt mit unserer alltäglichen Arbeit auseinandergesetzt und diese reflektiert. Hilfreich hierbei war es, dass alle Gremien beteiligt waren und somit vielfältige Gesichtspunkte und Ansichten berücksichtigt werden konnten.
Die vorliegende Konzeption beinhaltet keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ist vielmehr als ein Rahmen zu sehen, der durch die Menschen im Kindergarten immer wieder neu mit Leben gefüllt werden muss.
Konzeption bedeutet auch, dass diese sich an den veränderten Lebensgewohnheiten der Eltern, Erziehern und Kinder orientiert und daher ständig zu überarbeiten ist.
Sicherlich bietet die vorliegende Konzeption eine Menge Diskussionsbedarf und an dieser Stelle möchten wir gerne alle Interessierten einladen, mit uns ins Gespräch zu kommen.
Herzogenrath im August 2003
Heike Heiligmann, Frank Weinberg als Eltern und Vorstand
Ute Wolff als Teammitglied und Erzieherin
Annette Kalk als Leitung
Nachwort
Wie schon im Schlusswort erwähnt, ist eine Konzeption kein starres Gebilde. Sie lebt auch davon, welche Menschen mit ihr arbeiten und welche Menschen sie erstellt haben. Mehr als die Hälfte des damaligen Teams ist nicht mehr im Roda Kindertreff beschäftigt.
Manche Angebote sind nicht mehr gültig, dafür sind andere dazu gekommen. Aber so ist es nun mal im Leben: alles ist in Bewegung, Sichtweisen verändern sich und andere Gedanken bekommen Wichtigkeit.
Die Teile unserer Konzeption, die nicht mehr gültig sind, habe ich weggelassen, Einiges habe ich ergänzt, weitere Ergänzungen stehen an und müssen in Teamarbeit entstehen. Ergänzungen auch deswegen, weil sich das Anforderungsprofil an alle, die im Erziehungsprozess tätig sind, verändert hat.
Das ist für das Jahr 2007 eine Aufgabe, die wir angehen müssen und die uns über das Jahr hinweg beschäftigen wird.
Sich immer wieder zu hinterfragen und zu reflektieren ist immer wieder spannend für alle Menschen, die im Erziehungsprozess tätig sind. Ich wünsche uns bei dieser Aufgabe gutes Gelingen.
im Januar 2007
Birgit Blankenheim als Leitung (seit 2005)
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